Fußball-Europameisterschaft in Deutschland

Morgen beginnt die Fußball-Europameisterschaft hier bei uns in Deutschland. Die Erwartungen sind gemischt. Die einen hoffen, dass die deutsche Nationalmannschaft es mindestens bis ins Finale schafft, die anderen trauen es ihr nicht so recht zu.

Aber neben dem Wunsch, dass das eigene Team gewinnt, ist noch etwas anderes entscheidend. Es soll ein Turnier werden, bei dem wir spannende Spiele sehen, einen fairen Wettkampf erleben und bei dem am Ende die beste Mannschaft gewinnt. Auch wenn natürlich jedes Team darum kämpft, zu gewinnen – am Ende soll beim Fußball der Spaß am Sport, die Fairness und ein gutes Miteinander der verschiedenen Teams und Nationen das Entscheidende sein. Fußball soll die Menschen nicht gegeneinander aufbringen, sondern sie miteinander verbinden.

Ähnlich, aber noch viel stärker, ist das beim Glauben an Jesus der Fall. Diejenigen, die an Jesus glauben, fühlen sich miteinander verbunden, und das über die Grenzen von Ländern und Nationen hinweg. Paulus schreibt in Galater 3,26-28: Ihr alle seid also Söhne und Töchter Gottes, weil ihr an Jesus Christus glaubt und mit ihm verbunden seid. … Hier gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Griechen, zwischen Sklaven und freien Menschen, zwischen Mann und Frau. Denn durch eure Verbindung mit Jesus Christus seid ihr alle zusammen ein neuer Mensch geworden.

Ich freue mich auf die Fußball-EM. Ich freue mich, wenn das deutsche Team gewinnt. Ich freue mich aber auch für die anderen Teams, wenn sie einen guten Fußball spielen und am Ende dafür mit einem Sieg belohnt werden. Ich hoffe, dass wir ein spannendes, faires und fröhliches Turnier erleben. Die Spiele der deutschen Nationalmannschaft werden wir uns gemeinsam im Gemeindehaus ansehen. Vielleicht bist du mit dabei und wir freuen uns zusammen über gute, spannende und faire Fußballspiele.

Euer Pastor Achim Marshall

Pfingsten

Von allen christlichen Festen ist Pfingsten wahrscheinlich dasjenige, dessen Bedeutung am schwierigsten zu vermitteln ist. Manche sagen: Pfingsten ist das Geburtstagsfest der Gemeinde bzw. Kirche. Und das stimmt ja auch: An Pfingsten entstand damals die erste christliche Gemeinde, die sogenannte „Urgemeinde“ in Jerusalem.

Aber das ist ja nicht alles. Dass damals die erste Gemeinde entstand, ist die Folge eines anderen Ereignisses: An Pfingsten kam der Heilige Geist auf die Jünger von Jesus. Und da fangen die Fragen dann erst richtig an: Wer oder was ist eigentlich der Heilige Geist? Ist Gottes Geist nicht in jedem Menschen? Was verändert sich für mich, wenn der Heilige Geist auch auf mich kommt? Habe ich den Heilige Geist oder nicht? Und woran merke ich das?

In meinen knapp 19 Jahren als Pastor habe ich immer wieder gemerkt: Es ist schon schwierig genug, diese Dinge jemandem zu erklären, der zu einer Gemeinde gehört und regelmäßig Gottesdienste und vielleicht sogar einen Hauskreis oder andere Kleingruppen besucht. Aber es jemandem zu erklären, der mit dem christlichen Glauben gar nichts zu tun hat, ist wirklich eine Herausforderung.

Dabei ist es für uns Christen ganz wesentlich und grundlegend wichtig, dass wir den Heiligen Geist haben. Paulus schreibt in Römer 8,15 über den Heiligen Geist: „Ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!“ Es ist der Heilige Geist, der mir die Gewissheit gibt, dass Gott mich angenommen hat als sein Kind. Der Heilige Geist gibt mir die Gewissheit, dass Gott mein mich liebender himmlischer Vater ist. Und der Heilige Geist bewirkt, dass dieses Wissen nicht ein theoretisches Wissen bleibt. Er bewirkt, dass ich das für mich ganz persönlich weiß und dass ich dadurch mit Gott in dieser ganz persönlichen Vertrauensbeziehung leben kann.

Diese persönliche Vertrauensbeziehung zu Gott wünsche ich jedem von euch. Ich wünsche jedem von euch, dass Gott euch seinen Heiligen Geist schenkt – wenn er es nicht schon getan hat.

Fehler gehören zu meinem Leben

Fehler – am liebsten würden wir sie vermeiden. Wie schnell hat man ein falsches Wort gesagt, und wir können es nicht zurückholen. Wir oft kommt es vor, dass wir eine Entscheidung treffen und hinterher merken: Das war falsch! Vermeiden ließe sich das alles nur, wenn wir aufhörten zu sprechen und keine Entscheidungen mehr treffen würden – aber das wäre ja auch falsch!

Als ich mich einmal über einen eigenen Fehler ärgerte, las ich einen Satz, den ein Freund von mir im Internet gepostet hatte: „Wir reifen geistlich viel mehr, wenn wir Fehler machen, als wenn wir alles richtig machen.“ Mit anderen Worten: Fehler sind etwas Gutes, weil wir aus ihnen lernen. Der amerikanische Pastor Gordon MacDonald hat sogar gesagt: „Fast jeden großen Schritt, den ich in meiner Entwicklung gemacht habe, verdanke ich irgendeinem Fehler.“

Es ist ein Lernprozess, für mich anzunehmen: Fehler gehören zu meinem Leben dazu. In Sprüche 24,16 steht: Denn ein Gerechter fällt siebenmal und steht wieder auf, aber die Frevler versinken im Unglück. Es ist keine Schande, Fehler zu machen. Dumm wäre nur, wenn wir nicht aus ihnen lernen.

Dein Achim Marshall

29.02. Was für ein Tag

Kennt ihr jemanden der heute Geburtstag hat? Die Chance ist relativ gering. Da es den 29. Februar nur alle vier Jahre gibt, haben an diesem Tag auch viermal weniger Menschen Geburtstag als an anderen Tagen.

Ich frage mich, ob jemand, der am 29.02. Geburtstag hat, nicht lieber einen Tag früher oder später geboren worden wäre – denn so kann er ja nur alle vier Jahre seinen „richtigen“ Geburtstag feiern. Aber der Tag unserer Geburt gehört zu den Dingen, die wir uns nicht selber aussuchen – genau so wie die Farbe unserer Haare und Augen oder welche Eltern wir haben oder an welchem Ort wir zur Welt kommen.

Können wir diese Dinge trotzdem für uns annehmen oder gibt es da vielleicht dieses oder jenes, mit dem wir hadern? Für mich war und ist es ein Lernprozess: mich so anzunehmen, wie ich bin, so dass ich in die Worte von Psalm 139,14 mit einstimmen kann: “Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.” Dabei hilft mir, dass ich weiß, dass Jesus mich unendlich liebt – so sehr, dass er sein Leben am Kreuz für mich gegeben hat. Hast du diese Liebe von Jesus schon kennengelernt? Ich wünsche es dir.

Dein Achim Marshall

Ruhe und Stärkung bei Gott

 

Ihr Lieben!

Eben noch haben wir Silvester gefeiert, und schon liegt der Januar hinter uns und wir befinden uns mitten im Februar. Wieder einmal habe ich den Eindruck, dass die Zeit nur so an mir vorbeirennt.

In solchen Situationen merke ich, wie wichtig es ist, mir immer wieder Zeiten zu nehmen, in denen ich die Ruhe und die Gegenwart Gottes suche. Manchmal fühle ich mich umhergetrieben wie eine Welle auf dem Meer, die der Wind vor sich hertreibt (vergleiche Jakobus 1,6). Doch die Zeiten, in denen ich Gott suche, in denen ich mir Zeit zum Beten und für die Bibel nehme, bewirken, dass ich gestärkt werde, dass ich innerlich fest werde und zur Ruhe komme. Ähnlich schreibt es der Prophet Jeremia in Jeremia 15,16: „Dein Wort ward meine Speise, sooft ich’s empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost.

Ich wünsche euch und mir, dass wir immer wieder diese Ruhe und Stärkung bei Gott finden.

Euer Pastor Achim Marshall

„Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.“

Meinst du wirklich „alles“? Geht nicht auch: „Die Hälfte von dem, was ihr tut, geschehe in Liebe“? Oder wenigstens drei Viertel? Muss es bei dir, Gott, immer um alles gehen?

Gott sagt: „Ich will dich mit meiner Liebe erfüllen – nicht zur Hälfte, nicht zu drei Viertel, sondern ganz. Du wirst sehen, wie meine Liebe dich verwandelt. Du wirst dich selbst und deine Mitmenschen mit anderen Augen sehen. Es ist nicht immer leicht, in Liebe zu handeln. Aber ich werde dir mehr und mehr zeigen, wie das geht: anderen Menschen gegenüber in Liebe handeln – und auch dir selbst gegenüber in Liebe handeln.“

Euer Achim Marshall

Unsere Gottesdienste auf einen Blick

Wir laden Dich ganz herzlich zu unseren Gottesdiensten in Garmisch-Partenkirchen und Oberammergau ein.

Die Gottesdienste in Garmisch-Partenkirchen beginnen um 10.00 Uhr. Parallel zum Gottesdienst findet ein Kindergottesdienst statt. Am 19.05. und 26.05. haben wir wegen der Schulferien keinen Kindergottesdienst, können aber bei Bedarf eine Kinderbetreuung während des Gottesdienstes anbieten.

Sonntag, 19.05.: Pfingstgottesdienst mit Achim Marshall, Thema: Gottes Geist verändert unser Leben

Sonntag, 26.05. Gottesdienst mit Abendmahl. Pastor Achim Marshall predigt über das Thema „Abendmahl – Gemeinschaft mit Jesus feiern“

Sonntag, 02.06.: Gottesdienst mit der Jugendgruppe der Christus Gemeinde Gensingen. Predigt: Jugend-Diakon Matthias Dreband aus Gensingen

Sonntag, 09.06.: Gottesdienst mit Dr. Johannes Demandt, Pastor im Ruhestand und ehemaliger Dozent am Theologischen Seminar Ewersbach (heute Theologische Hochschule Ewersbach)

 Sonntag, 16.06.: Wir klinken uns ein in die Übertragung des großen Gottesdienstes zum Jubiläum 150 Jahre Bund Freier evangelischer Gemeinden

Sonntag, 23.06.: Gottesdienst mit Pastor Achim Marshall zum Thema „Christliche Kirche/Gemeinde: Menschen mit Mission“

Sonntag, 30.06.: Gottesdienst mit Abendmahl. Pastor Achim Marshall predigt über das Thema „Wir halten zusammen!“

 

Die Gottesdienste in Garmisch-Partenkirchen werden auch über unseren Youtube-Livestream gesendet.

 

Die Gottesdienste in Oberammergau beginnen um 17.00 Uhr:

Pfingstsonntag, 19.05.: Gottesdienst mit Pastor Achim Marshall über das Thema „Pfingsten – Kraft zur Nachfolge“

Sonntag, 26.05.: Gottesdienst mit Abendmahl mit einer Predigt von Josef Müller über das Thema „Wirkungen der Nachfolge“

Seid ihr gut ins neue Jahr gekommen?

Was sind eure Erwartungen für dieses Jahr? Wenn man darauf achtet, was in den Medien gesagt wird, dann sind die Prognosen eher negativ. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass im vergangenen Jahr die negativen Nachrichten überwogen haben. Wer weiß – vielleicht wird vieles anders kommen, als wir es erwarten. Denn bei allem, was ich um mich herum sehe und wahrnehme, will ich an einem festhalten: Es gibt einen Gott, der über allem steht. Und er hat das letzte Wort.

Psalm 33,8-9 sagt: 8 Alle Welt fürchte den HERRN, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnet. 9 Denn wenn er spricht, so geschieht’s; wenn er gebietet, so steht’s da.

Diesen Gott darf ich meinen Vater nennen. Ich vertraue darauf, dass er mich sieht und auf mich achtgibt. Ich vertraue darauf, dass er mich auch in diesem Jahr auf seinen guten Wegen führen wird. Kannst du das auch für dich glauben?

Euer Achim Marshall

Weihnachten rückt näher!

Der zweite Advent steht kurz bevor. Und weil in diesem Jahr der vierte Advent und Heiligabend auf einen Tag fallen, ist die Adventszeit noch etwas kürzer als sonst. Zum einen muss jetzt einiges vorbereitet werden, Geschenke müssen besorgt und die Feiertage geplant werden. Zum anderen genießen wir aber auch das Besondere dieser Zeit: Weihnachts-Süßigkeiten, Adventskranz und Weihnachtsdekoration, Weihnachtsmusik, Christkindlmarkt – und dann auch noch der weiße Schnee und der blaue Himmel.

Wenn zu all dem noch die Gewissheit kommt, dass Jesus schon längst bei mir ist, dass er auf mich achtgibt und mich durch mein Leben führt – dann kann ich jeden dieser Tage mit Dankbarkeit und Freude erleben. Was der Priester Esra an einem besonderen Festtag zum Volk Israel sagte, gilt auch für uns heute: „Seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.“ (Nehemia 8,10)

Euer Achim Marshall

Advent

November – nur wenige mögen diesen dunklen Monat. Zur Dunkelheit und dem kalten, ungemütlichen Wetter kommt noch eine Reihe von ernsten Gedenktagen hinzu: Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November, der Volkstrauertag und schließlich der Ewigkeitssonntag/Totensonntag. Und in diesem Jahr geschieht auf dieser Welt so viel Schreckliches, dass wir noch stärker von Trauer erfüllt sind als sonst.

In diese Situation kommt nun die Botschaft des Advents: In unserer Dunkelheit ist ein Licht aufgegangen – Jesus, der Sohn Gottes. Er kommt in unsere dunkle Welt und macht es hell. Zunächst wird es hell in unseren Herzen, wenn wir Jesus in unser Leben hineinlassen und anfangen, an ihn zu glauben. Wir bekommen neuen Mut, neue Hoffnung und die Gewissheit: Eines Tages wird Jesus diese ganze Welt mit seinem Licht erfüllen. Alles Dunkle wird dann beseitigt, es wird keine Kriege mehr geben, keine Gewalt und keinen Hass. „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude.“ (Jesaja 9,1-2a) An diese Botschaft will ich mich selbst immer wieder erinnern. Und ich will auch denen davon erzählen, die noch nichts von ihr wissen.

Euer Achim Marshall