Besondere Veranstaltungen im Dezember

Neben unseren Sonntagsgottesdiensten haben wir in der FeG Garmisch-Partenkirchen im Dezember einige besondere Veranstaltungen:

05.12.25, 20:00 Uhr: Krippenkonzert mit „Fermate F&F (Family and Friends)“ (Einlass um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei)

13.12.25, 17:00 Uhr: gemeinsames Adventssingen mit Plätzchen, Tee und Punsch

24.12.25, 16:00 Uhr: Christvesper (Familiengottesdienst)

31.12.25, 17:00 Uhr: Gottesdienst zum Jahresabschluss mit Abendmahl

Du bist herzlich eingeladen, vorbeizukommen.

Das Gebet neu entdecken

Am nächsten Mittwoch ist Buß- und Bettag. Früher war dieser Tag in Deutschland ein allgemeiner Feiertag. Heute haben nur noch die Schüler/innen frei, für alle anderen ist es ein normaler Arbeitstag. Hinter dem Buß- und Bettag stehen zwei Anliegen:

  1. Die Buße: Der Tag soll eine Gelegenheit sein, um uns selbst und unser Leben vor Gott einmal anzuschauen. Sind wir noch auf dem richtigen Weg? Haben wir in der letzten Zeit unseren Glauben an Jesus vielleicht vernachlässigt? Haben sich in unser Leben vielleicht Verhaltensweisen eingeschlichen, die – näher betrachtet – für uns und für unseren Glauben nicht gut sind?
  2. Das Gebet: Gebet ist der persönlichen Kontakt mit Gott. Ich sage Gott, was mich bewegt. Ich höre hin, was Gott mir vielleicht sagen will. Jemand hat einmal gesagt: „Gebet bedeutet, Gottes Gegenwart zu genießen“. Wie sieht das Gebet in deinem Leben, in deinem Alltag aus? Vielleicht ist es an der Zeit, das Gebet neu für dich zu entdecken – nicht als fromme Leistung sondern als ein Genießen der Gemeinschaft mit Gott.

Euer Pastor Achim Marshall

Fünf Punkte

Können Sie fünf Dinge aufzählen, für die Sie dankbar sind? Eine Bekannte von mir denkt jeden Abend vor dem Einschlafen an fünf Dinge oder Personen, für die sie aktuell dankbar ist. Und ich denke, das ist einer der Gründe, warum ich sie als eine ausgeglichene und innerlich gefestigte Persönlichkeit wahrnehme.

In der Bibel finden wir an vielen Stellen die Aufforderung, Gott zu danken – zum Beispiel in Psalm 118,1: „Dankt dem Herrn, denn er ist gut zu uns, seine Liebe hört niemals auf!“ Gott regelmäßig zu danken ist in doppelter Hinsicht etwas Gutes. Zum einen mache ich mir deutlich, wie viele gute Dinge es in meinem Leben gibt, und das stärkt mich innerlich, macht mich ausgeglichener und zufriedener. Denn meistens sehen wir eher auf die Dinge, die nicht so gut laufen, und dabei übersehen wir all das Gute, das wir haben. Zum anderen stärkt das Danken meinen Glauben, meine Beziehung zu Gott. Wenn ich mir vergegenwärtige, was Gott alles an Gutem für mich getan hat, dann kann ich leichter vertrauen, dass er auch in Zukunft für mich da ist und Gutes für mich tun wird.

Also: Wofür sind Sie dankbar? Wenn Sie abends zu müde sind, können Sie sich auch morgens eine Liste mit Dingen machen und Gott dafür danken.

Ich denke, dass auch Sie fünf Punkte finden werden – wahrscheinlich sogar mehr.

Und es wächst doch!

Jesus hat seinen Zuhörern oft Gleichnisse erzählt. Die beiden kürzesten sind die Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig (Lukas 13,18-21): Dann sagte Jesus: »Wie ist es mit dem Reich Gottes? Womit soll ich es vergleichen? Es gleicht einem Senfkorn: Ein Mann nahm es und säte es in seinem Garten ein. Es ging auf und wurde zu einem Baum. Und die Vögel bauten ihr Nest in seinen Zweigen.« Noch einmal fragte Jesus: »Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen? Es gleicht einem Sauerteig: Eine Frau mengte ihn unter drei Säckchen Mehl. Am Ende war der ganze Teig durchsäuert.«

In beiden Gleichnissen wird ein Charakterzug vom Reich Gottes deutlich: Es vergrößert sich, es wächst. Im Moment haben viele den Eindruck, dass genau das Gegenteil passiert: Immer weniger Menschen in Deutschland gehören zu einer Kirche, immer weniger Menschen glauben an die Botschaft von Jesus.

Wilfrid Pascher und ich wollen in einer gemeinsamen Predigtreihe aufzeigen, dass nach wie vor gilt: Gottes Reich wächst und vergrößert sich. In sechs Predigten wird es darum gehen, wie das im einzelnen geschieht: Wie kommt die Botschaft vom Glauben zu den Menschen? Was können wir tun? Was tut Gott? Welche Zukunftsperspektive entsteht daraus, auch konkret für uns hier in der Gegend von Garmisch-Partenkirchen?

Ich bin schon gespannt und freue mich auf die nächsten Gottesdienste.

Achim Marshall

Ferien

Nun sind sie da – die Sommerferien! Für mich als Schüler hatten sie immer etwas Paradiesisches: kein Stress, keine Termine, keine Hausaufgaben. Einfach in den Tag hinein leben und tun, wozu man Lust hat: Freibad, Fahrrad fahren, sich mit Freunden treffen, Urlaub mit der Familie…

Ganz ähnlich hat Gott sich das gedacht, als er den siebten Tag der Woche zum Ruhetag erklärte: „Sechs Tage in der Woche darfst du jede Arbeit tun. Aber der siebte Tag ist ein Ruhetag. Er gehört dem Herrn, deinem Gott. An diesem Tag sollst du keine Arbeit tun: weder du selbst noch dein Sohn oder deine Tochter, dein Sklave oder deine Sklavin, auch nicht dein Vieh oder der Fremde in deiner Stadt.“ (2. Mose 20,9-10)

Wir feiern diesen Ruhetag am Sonntag. Er soll wie eine kleine Ferien-Pause für uns sein. Und diejenigen, die am Sonntag arbeiten müssen (z.B. in Krankenhäusern, als Pastoren, bei der Polizei), sollen dafür einen anderen Tag bekommen, an dem sie frei haben.

Mein freier Tag ist der Montag. Aber ich mache an diesem Tag doch immer wieder Dinge, die für mich keine Erholung bedeuten: einkaufen gehen, Dinge im Haus reparieren, meine Steuererklärung… Und ich merke, dass mir dadurch die Erholung fehlt, die ich für meine Arbeitswoche brauche. Darum nehme ich mir vor: Ein freier Tag pro Woche muss sein! Ich merke: Es ist eine Herausforderung, das auch wirklich umzusetzen. Aber es lohnt sich! Denn wir brauchen die Erholung. Und Gott hat versprochen, dass er unsere Ruhetage segnet: „Deswegen hat der Herr den Ruhetag gesegnet und ihn zu einem heiligen Tag gemacht.“ (2. Mose 20,11

Achim Marshall

Am Herzen Gottes

Wir erleben eine Woche mit bedeutenden historischen Ereignissen: Am Dienstag wurde Friedrich Merz vom Bundestag zum Bundeskanzler gewählt – auf eine bisher einmalige Art und Weise, nämlich erst im zweiten Wahlgang. Heute haben die katholischen Kardinäle einen neuen Papst gewählt. Und heute vor 80 Jahren war das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa.

Wenn ich mir diese Ereignisse vor Augen führe, dann erfüllen mich zwei unterschiedliche Gefühle: Dankbarkeit und Sorge. Dankbar bin ich, dass wir seit 80 Jahren Frieden in Deutschland haben. Die Älteren unter uns haben noch selbst miterlebt, was für schreckliche und grausame Folgen der Krieg für unser Land und für die Menschen hatte. Viele Menschen wuchsen ohne Vater auf, weil dieser im Krieg gefallen war. Andere hatten traumatisierte Väter, Lehrer und Arbeitskollegen, mit denen das Zusammenleben und Zusammenarbeiten oft sehr schwierig war. Die Städte in Deutschland waren zum großen Teil völlig zerstört und mussten nach und nach wieder aufgebaut werden. Und die Teilung Deutschlands in zwei Staaten war über vierzig Jahre lang eine Folge des Krieges, die uns immer deutlich vor Augen war. Ich bin froh und dankbar, dass von diesen Kriegsfolgen immer weniger seh- und spürbar ist und dass es für uns eine Selbstverständlichkeit ist, dass wir in Deutschland im Frieden leben können.

Auf der anderen Seite ist unsere Zukunft ungewiss: Klimaveränderung, Artensterben, Kriege in vielen Ländern, auch in Europa (Russland – Ukraine) – das sind nur einige von den Dingen, die mir Sorge bereiten. Ich bete dafür, dass unsere neue Bundesregierung hier klug und weise handelt. Ich bete für den neuen Papst, dass er die richtigen Worte und den richtigen Plan für die Katholische Kirche findet.

Der Apostel Paulus legt es uns ans Herz, für diejenigen zu beten, die Macht und etwas zu sagen haben (1. Timotheus 2,1-2). Und gleichzeitig wissen wir, dass Gott über allem wacht, was auf der Welt geschieht (Psalm 33,8-11). Manche Menschen sehen eine gewisse Spannung zwischen diesen beiden Aussagen: Wenn es sowieso Gott ist, der den Lauf der Welt bestimmt, warum dann noch beten? Ich glaube, dass Gott uns an dem, was er tut, beteiligen will – durch unsere Taten und auch durch unsere Gebete. Und gleichzeitig bedeutet Beten immer auch, auf Gott zu hören: Was ist sein Wille? Wie kann ich beten, dass sein Wille geschieht?

In 1. Johannes 5,14 steht: Und wir dürfen zuversichtlich sein, dass er uns erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht. Deswegen ist es wichtig, dass wir nahe am Herz Gottes bleiben; dass wir die Gemeinschaft und das Gespräch mit ihm suchen; und dass wir aufmerksam darauf sind, wie er uns leiten und gebrauchen will.

Ihr Achim Marshall

Der nächste Schritt

In Psalm 4,9 steht: „Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, dass ich sicher wohne.“ Mir geht es leider so, dass ich nicht immer ganz in Frieden schlafe. Manchmal wache ich auf, und dann beginnt ein Gedankenkarussell, das mich vom Weiterschlafen abhält. Ich könnte mich fragen: Habe ich nicht genug Vertrauen zu Gott?

Im selben Psalm steht allerdings auch der Satz (Vers 5): „Zürnet ihr, so sündiget nicht; redet in eurem Herzen auf eurem Lager und seid stille.“ Unser Nachtlager ist also sehr wohl ein Ort, den wir nutzen können, um in uns selbst zu gehen, und auch, um mit Gott zu sprechen. Deshalb frage ich mich, wenn ich nachts nicht zur Ruhe komme: Was sind die Gründe für meine Unruhe? Und dann spreche ich mit Gott darüber. Und ich erlebe in solchen Momenten immer wieder, dass Gott zu mir spricht und mich auf Dinge aufmerksam macht, die ich in meinem Alltag übersehe oder verdränge.

Und dann kommt der nächste Schritt: Das, was Gott mir gezeigt hat, muss ich in meinem Leben umsetzen. Hier beginnt dann wirklich die Herausforderung. Aber Gott hilft uns – er gibt mir immer wieder die Kraft und den Mut für den nächsten Schritt.

Rückblick Musik-Workshop und Musik-Gottesdienst mit Valerie Lill und Dirk Benner im November 24

Am 16. und 17. November hatte die Freie evangelische Gemeinde Garmisch-Partenkirchen Besuch von Valerie Lill und Dirk Benner. Die beiden Profi-Musiker haben mit uns am Samstag einen Musik-Workshop und am Sonntag einen musikalischen Gottesdienst veranstaltet.

Beim Musik-Workshop kümmerte sich Valerie um die Sänger/innen und Dirk um die Musiker/innen. Nachdem jede/r Teilnehmer/in ein bisschen von sich und von seiner Beziehung zur Musik erzählt hatte, nahmen wir uns drei Lieder vor, die am Sonntag im Gottesdienst gesungen werden sollten. Wir überlegten, wie wir die Lieder im einzelnen gestalten können und in welcher Weise sich jede/r einzelne mit seinem Instrument bzw. seiner Stimme einbringen kann. Heraus kamen drei tolle Arrangements, die wir mit viel Freude geübt und am Sonntag gespielt bzw. gesungen haben. Und gleichzeitig hat jede/r von uns eine ganze Menge gelernt und Fortschritte in seinen musikalischen Fähigkeiten gemacht.

Neben den drei gemeinsamen Liedern boten Dirk und Valerie am Sonntag noch ein buntes Programm aus Liedern, Gedichten und einer Predigt von Valerie zum Thema „Schuld“, die uns die Mut machende Botschaft zusprach: „Jesus sagt über deine Schuld: ‚Mein Vater und ich haben alles bezahlt.‘“

Der Gottesdienst ist eins unserer vielen Highlights, die wir in diesem Jahr als Gemeinde erleben dürfen. Wer nicht dabei war, kann ihn sich auf unserem Youtube-Kanal ansehen.

Loben und Staunen

Nun geht der Oktober zu Ende, und es beginnt der „graue Monat“ November. Doch so grau ist es noch gar nicht: Die Sonne scheint, es ist relativ warm und der Wald ist herbst-bunt. Wir können diese Herbsttage also noch richtig genießen, die grauen und kalten Tage kommen noch früh genug. Wieder einmal merke ich, wie dankbar ich bin, dass ich hier in dieser schönen Gegend in Deutschland leben darf.

Ähnlich begeistert schreibt es der Dichter von Psalm 104: Die Bäume des HERRN stehen voll Saft, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat. Dort nisten die Vögel, und die Störche wohnen in den Wipfeln. Die hohen Berge geben dem Steinbock Zuflucht und die Felsklüfte dem Klippdachs. … HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. … Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin. … Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja! (Verse 16-18.24.35b)

In Israel gibt zwar andere Pflanzen und Tiere als bei uns, aber einiges ist auch recht ähnlich. Vielleicht könnt ihr bei eurem nächsten Spaziergang oder bei der nächsten Wanderung an diese Verse denken und Gott mit euren eigenen Worten loben.

 

Euer Achim Marshall